sunny

Nach einem verrückten und sehr arbeitsreichen Sommer möchten wir uns mit gleich drei neuen Experimenten zurückmelden. Diesmal geht’s um das perfekte Outfit, bestehend aus  Kappe,  Hemd und Krawatte, bedruckt mit Spiegeleiern, Cupcakes und anderen Leckereien!

alles

Kappen:

Unsere wundervolle Kornit Avalanche 1000 hat auch einen Kappenaufsatz, was uns den Druck von vielfarbigen Motiven auf Caps ermöglicht. Das einzige Manko: Leider lässt sich nicht jedes Modell so straff einspannen, wie für den Druck notwendig ist. Es hängt von der Größe des Frontpaneels, der Festigkeit des Stoffs und jeder Menge anderer Kleinigkeiten ab.

Am besten eignen sich die Standard Trucker-Caps aus Polyester, da die bedruckbare Fläche groß ist, keine Naht durch die Mitte der Stirnseite verläuft und das Material relativ stabil und gut einzuspannen ist. Der einzige Nachteil dieser Kappen ist, dass man sie an der Luft, bzw. mit dem Föhn trocknen muss, da das Polyesternetz im Trockenkanal schmelzen würde.

Trotz allen Schwierigkeiten, sind wir mit dem Endergebnis sehr zufrieden und gerne bereit zumindest kleine Serien auf diese Art und Weise zu produzieren.

 Krawatten:

Die Seidenkrawatten waren schon eine größere Herausforderung. Gedruckt wird sie in 2 Durchgängen auf unserer 90 x 60 cm großen Druckplatte.
Um ein gleichmäßiges Druckbild ohne Ränder erzielen zu können, musste die Krawatte vor der Produktion aufgetrennt werden.
Wenn das geschafft ist, die Position des Drucks auf der Platte definiert und alles mit Sprühkleber fixiert wurde, kann es losgehen.
Wie auf den Fotos zu sehen ist, wird das Motiv größer als der Stoff angelegt, da man mittels Überdruck Fehler beim Einpassen des Textils auf der Druckplatte vermeiden kann.
Krawatten müssen aufgrund ihrer Länge in 2 Durchgängen gedruckt werden, was bei durchgehenden Motiven zwar etwas kompliziert werden kann, aber durch genaues Abmessen sehr gut klappt.
Die besten Trägermaterialien für dieses Verfahren sind Seide und Baumwolle. Polyesterkrawatten sollte man meiden, da die Druckfarben vor allem bei dunklem Polyester etwas matt wirken können.

Wir werden in den nächsten Monaten noch einen detaillierten Eintrag zum Druck auf Polyester verfassen, in dem wir näher auf diese Problematik eingehen.

 

Hemden:

Gleich vorweg: Der Kragen kann leider nicht mit gedruckt werden, da man dafür den Druckkopf zu hoch stellen müsste, was den Druck verschwimmen lassen würde.
Dennoch ist uns ein sehr hübscher Allover-Print auf Hemden gelungen!
Zur Vorbereitung: Die Knöpfe müssen abgetrennt und durch Nadeln ersetzt werden, damit das Hemd während dem Druckvorgang so flach wie möglich auf unserer 90 x 60 cm Druckplatte liegt ist und trotzdem zusammenhält.
Nachdem alles mit Klebeband fixiert wurde, muss das Hemd mittels Pre-Treatment Spray, komplett geglättet werden, denn Falten sind unser Feind!
Ein Hemd wie dieses muss in 6 Schritten gedruckt werden: 1 x vorn, 1 x hinten und 2 x pro Ärmel.
Was es noch zum Material zu sagen gibt: Je dünner und feiner der Stoff des Hemdes ist, umso größer ist das Risiko, dass der Druck verschwimmt. Für so komplizierte Produktionen ist es immer empfehlenswert ein Textil aus etwas dickerem Stoff zum verwenden, der den Primer, der vor dem Druck aufgetragen wird, gut aufsaugen kann.


Wie man sieht sind solche Sonderproduktionen zwar möglich, aber sehr aufwändig und wir möchten auch hier betonen, dass es gerade bei Allover Prints (auch auf Krawatten) viel günstiger und einfacher ist, wenn man den Stoff vor dem Nähen bedrucken lässt.

 

Und hier das Endergebnis!

frnz

 

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